Was tun bei Angst?

Hallo Liebes,

In der jetzigen Zeit ist ein Gefühl sehr präsent: Angst.

Angst ist ein ganz natürliches Gefühl und jeder verspürt sie. Eines ist sicher. Diese Angst, die du da spürst, ist nicht neu. Du kennst sie bereits aus deiner Vergangenheit, ein tief sitzender Schmerz, ein Trauma. Wir haben oft Angst unseren Gefühlen freien Lauf zu lassen, sie zu fühlen und zu spüren, da wir es schon als Kind so gelernt haben: „Indianer kennen keinen Schmerz, ist doch alles in Ordnung etc. Aber nein, es war nicht alles in Ordnung. Also erlaube dir jetzt diese Gefühle wahrzunehmen.

Außerdem kann es auch manchmal dazu komme, dass du nicht nur deine eigene Angst spürst, denn wir können auch die der anderen annehmen (z.B. kollektive Angst). Zu alledem findest du im Internet vielerlei (wissenschaftliche) Artikel.

Wieso ich heute darüber schreibe:

Vor kurzem habe ich eine tiefe tiefe Angst gespürt und ich hatte erst mal keine Chance sie zu kontrollieren. Meine Gedanken kreisten ausschließlich darum, was alles schreckliche passieren kann. Es schnürte meine Brust und meinen Hals zu. Mein Körper lief sogar richtig heiß. Ich wusste nicht wie ich da raus soll. Zum Glück hat mich meine Schwester an eine Übung erinnert und begleitete mich durch den Prozess, den ich dir gerne erklären möchte.

Dabei können viele Emotionen und Blockaden hochkommen. Vielleicht ist diese Übung auch nichts für dich und du suchst dir lieber professionelle Hilfe. Ich erzähle hier ausschließlich über meine Erfahrungen.

Was tun bei Angst? – Nimm deine Angst wahr

Für mich war es wichtig, diesen Schmerz jetzt zu zulassen, mich mit ihm auseinander zu setzen und in mich hinein zu fühlen.

Ich fragte mich…

Wo spürst du diese Angst in deinem Körper? (Manchmal gibt es auch mehrere Stellen)

Kannst du sehen wie sie aussieht?

Wie fühlt sich dein Körper an?

Kannst du noch normal atmen, spürst du eine enge oder ähnliches in deinem Körper?

Lasse alle Reaktionen deines Körpers zu. Lerne deine Angst kennen und stelle ihr alle Fragen, die dir einfallen.

Ist es vielleicht auch eine Panikattacke? Lasse es zu, nimm sie wahr und höre ihr zu. Was möchte sie dir mitteilen?

Frage dich, wann du diese Angst das erste Mal gefühlt hast. Wo befindest du dich? Wie alt bist du? Wer ist bei dir? Atme tief in deine Angst bzw. Panik ein und vergrößere das Gefühl, gib ihm Platz.

Und auch wenn es sich falsch anfühlte oder diese Angst zwischendurch verschwand, fühlte ich weiter hinein, sie ist noch da. Sich immer wieder bewusst zu werden, dass jedes Gefühl, jede Reaktion des Körpers richtig sind, ist wichtug.

Ich setzte mich mit meinem inneren Kind in Verbindung, denn mein Schmerz zeigte sich im Säuglingsalter. Bevor ich weiter machen konnte, brauchte mein inneres Ich aufmunternde Worte, die Sicherheit, dass ich da bin und es in Ordnung ist, die Gefühle rauszulassen. Ich sagte meinem inneren Kind: „Ich bin für dich da, du darfst deinen Gefühlen freien Lauf lassen, ich fange dich auf“.

Nachdem ich den Grund der Angst herausgefunden habe, frage ich mein inneres Ich noch gerne, was es eigentlich gebraucht hätte (z.B. eine liebevolle und tröstende Umarmung eines Elternteils, liebe Worte). Dadurch wird die Rückführung erleichtert.

Als ich das Gefühl hatte, dass es meinem inneren Ich besser geht, konnte ich mich verabschieden und langsam wieder ins Hier und Jetzt zurückkommen. Ich spürte mich, meinen Körper, meine Unterlage auf der ich lag. Öffnete langsam meine Augen und nahm meine Umgebung wahr und wie ich mich nun fühlte.

Eine solche Arbeit bringt immer wieder neue Aspekte von mir ans Licht. Lange Zeit habe ich das nicht mehr gemacht, weil ich einfach nur im jetzigen Moment leben wollte. Doch jetzt ist genau die richtige Zeit wieder mit den aufkommenden Gefühlen bzw. Ängsten zu arbeiten, denn sie sind präsenter als je zuvor.

Was machst du, wenn du völlig in deiner Angst gefangen bist?

Gib gut auf dich acht, Liebes.

Ich Liebe, Deine Silvia

Ps.: Du findest mich auch bei Instagram, hier entlang! 🙂

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